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Wagyu-Tage Nord

Wagyu-Deckbulle

Eigene ET-Station des Betriebes Holstein Wagyu

Wagyu-Kühe bereit zur Spülung in der eigenen ET-Station des Betriebes Holstein Wagyu

in Neumünster/Negenharrie am 02./03. Juni 2017

 

Am Pfingstwochenende luden die beiden Zuchtorganisationen RSH eG und die RinderAllianz GmbH sowie die Praxisbetriebe Holstein-Wagyu und die Pommern-Wagyu GmbH nach Schleswig-Holstein ein. Das steigende Interesse an der Rasse zeigte sich durch eine große Teilnehmeranzahl von rund 50 Wagyuzüchtern und -interessierten.

Beginnend mit der Vortragsreihe am Freitag erläuterten Matthias Leisen und Claus Henningsen den aktuellen Stand der Wagyu- und Fleischrindzucht in Schleswig-Holstein. Im Anschluss verdeutlichte die Vorstellungsrunde welche unterschiedlichen betrieblichen Gegebenheiten und Motivationen bei den Teilnehmern vorhanden sind, um sich der Wagyuzucht zu widmen. Der Abend fand bei einem saisonalen 3-Gänge Wagyu-Heubraten Menü und regem Austausch der Teilnehmer sein Ende.

Am Samstag referierte zunächst Dr. Barbara Spandern über die ernährungsphysiologischen Aspekte des Wagyu-Fleisches. Ein Schwerpunkt der sich über beide Tage bei den Teilnehmern verdeutlichte, ist das Interesse an alternativen Vermarktungswegen für Wagyu-Fleisch. Das gemeinsame Färsenaufzuchtprogramm Uckermärker, der Block House und der RinderAllianz GmbH, vorgestellt durch Reinhard Schmitz, gab dabei einen interessanten Einblick für Alternativen. Als Abschluss der Vortragsreihe erläuterte Rüdiger Marquardt (Holstein Wagyu) die künftigen Anforderungen an Zuchttiere und welche Preise realisiert werden können am Markt.

Gestärkt durch eine Wagyu-Bratwurst ging es dann zum Praxisbetrieb Holstein Wagyu nach Negenharrie. Auf dem sehr gut organisierten Betrieb stehen derzeit rund 100 Fullblood-Wagyus. Ein Novum für den Betrieb ist wohl die EU-zertifizierte ET-Station, die eine breite Verfügbarkeit von Embryonen möglich macht.

Als Ergebnis der beiden Tage lässt sich festhalten, dass eine Optimierung der Vermarktung sowohl der Zuchttiere als auch des Fleisches notwendig ist. Die nächsten Schritte bestehen in der Bildung einer Wagyu-Arbeitsgruppe, welche sich gezielt mit diesen Punkten befasst. Nach reichlichem Erfahrungsaustausch bei Kaffee und Kuchen traten die Teilnehmer am Samstagnachmittag die Heimreise an.

Stefan Schams