Zum Inhalt springen

VisionAward Gold: LWB Griepentrog KG

04.11.2020 16:22:00

Herdenmanager Sascha Kiekbusch mit dem Gold VisionAward

Motivation für den Alltag im Frühstücksraum

Blick auf den Trockensteherstall

Auch im Kälberbereich wird über Schläuche für frische Luft gesorgt

Bis zu achtmal täglich kann über die Futterbänder eine frische Ration vorgelegt werden

Zucht und Kuhkomfort als Schlüssel zum Erfolg

 

Über diesen Betrieb wurde sicherlich schon alles gesagt und geschrieben, der Name ist über die Mecklenburgischen Grenzen hinweg bekannt. Jetzt macht die LWB Griepentrog KG erneut von sich Reden: sie sind Gewinner des Gold VisionAwards 2020!

 

Gemeinsam mit der Seydaland Rinderzucht GmbH & Co. KG belegen sie den ersten Rang. Ebenfalls mit 98 von Punkten! Wie das geht? Durch die enorm hohe Herdenleistung in Kombination mit langer Nutzungsdauer. Wir sind im Gespräch mit Geschäftsführer Silvio Griepentrog und dem Leiter der Milchproduktion Sascha Kickbusch. Auch hier stellen wir die Frage: was ist das Geheimnis eures Erfolgs? Die Antwort lautet: eine Kombination aus Kuhkomfort und Zucht.

 

Kuhkomfort

"Wir sind ständig auf der Suche nach Innovationen", berichtet Silvio Griepentrog. Dazu gehört auch der kontinuierliche Austausch unter Kollegen, der Besuch anderer Betriebe und die Auswertung von Daten. Teil dieser Stellschraube sind auch der Verbund des Interessenverbandes Milcherzeuger e.V. und die Gemeinschaft der Testherden. Zu letzteren gehören sie seit der Gründung des Systems. Immer wieder wird nach Möglichkeiten der Optimierung gesucht, dies sieht man nicht zuletzt am Stall. Von dem ursprünglichen Typenbau steht heute fast nur noch die Hülle. Die Spalten wurden ausgetauscht, die Tiefliegeboxen verbreitert. Als einer der ersten Betriebe wurde in Steinhagen mit Gülleseparation eingestreut. Alle Wände sind soweit es geht geöffnet, um Luft hereinzulassen. Das Belüftungssystem wurde stetig optimiert, sodass kontinuierlich Bewegung herrscht und nie "dicke Luft steht". Die automatische Überkopffütterung kann bis zu achtmal täglich pro Gruppe frisch vorlegen.

 

Zucht

Insgesamt ist die Stallanlage sehr kompakt und genau das ist auch das Ziel der Zucht: robuste, nicht zu große, aber breite Kühe, die viel Futter aufnehmen können. Das wichtigste dabei: Homogenität. Dieses Stichwort ist in den Augen der beiden Gesprächspartner ein entscheidender Punkt, um die Herde erfolgreich zu managen. Seit 2016 werden alle weiblichen Tiere typisiert, sodass heute nahezu alle Kühe aufgrund ihrer genomischen Daten angepaart werden können. Hierbei wird konsequent nach dem Anpaarungsplan der RinderAllianz gearbeitet. Zurzeit werden acht Bullen genutzt (100 % Genomics), die bestimmte Stärken besitzen, um ideal Schwächen ausgleichen zu können.

 

Blick ins Detail

Trotz der Größe des Betriebes wird ein Auge auf das Einzeltier und bestimmte Kuhfamilien gelegt. Bei diesem Thema gerät Silvio Griepentrog ins Schwärmen! Im Stall haben sich bestimmte Zweige herauskristallisiert, die hervorragend ins System passen und die weiterentwickelt wurden. Als besonderer Star der Herde darf an dieser Stelle Zara, die erste Kuh mit über 175.000 Mkg in Mecklenburg-Vorpommern (ges. 181.000 Mkg) nicht unerwähnt bleiben. In die Reihe der Dauerleistungskühe reiht sich ebenfalls die zweite 150.000 Liter-Kuh Polly ein, die insgesamt 170.000 Mkg realisierte. Bisher überschritten über 60 Kühe die "magische Grenze" zu 100.000 Litern. Als "Spitzenreiter" darf man auch Janka nennen, die in ihrer zweiten Laktation 19.341 MKg realisierte und aktuell eine ähnliche Hochrechnung für ihre vierte Laktation aufweist.


Herzlichen Glückwunsch zu diesen TOP-Leistungen und weiterhin viel Erfolg, vor allem mit den gesetzten Zielen!