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Fleischrinder auf der MeLa 2014

Fleischrinder auf der MeLa 2014

Spannung bei der Siegerbullenauswahl

Die Sieger im Wettbewerb der Betriebskollektionen: Limousinhof Zippelow (links) und Manfred und Marco Glaser GbR (rechts)

Ehrung der Sieger der Jungzüchterwettbewerbe Milchrind und Fleischrind

Salersbulle Leiff, Jutta und Reinhard Leifels, Körchow

Uckermärkerbulle Saturn, Marktfrucht Mahlzow GbR

Rassepräsentation Fleischrinder am MeLa-Donnerstag

Kat. 21 Aliza, Manfred Und Marco Glaser GbR

Kat. 53 Melli, Rosi und Georg Mendler

Kat. 16 Blanca, Karstädter Rinder GmbH

Kat. 49 Dahna B, Limousinhof Zippelow

Kat. 60 Optimus, Putenmasthof Cölpin GmbH

Kat. 41 Tuareg, Limousinhof Zippelow

Der jüngste Starter im Wettbewerb

Alterklasse 1 (6-10 Jahre)

Altersklasse 2 (11-15 Jahre)

Altersklasse 3 (16-18 Jahre)

Altersklasse 4 (19-25 Jahre)

Töchter des Uckermärker-Besamungsbullen Radorn - gemeinsame Nachzuchtgruppe aus dem Gut Kemmen und der AG Jeetzequelle e.G., Immekath

Radorn-Töchter Zera, Sofia II und Orla

Angusfärse Blaubeere, Hartmut Keunecke, Lauenhagen

Großartige Team-Stimmung und ein positives Miteinander aller Beteiligten, eine zahlenmäßig starke Rinderkollektion in toller Qualität, spannende Wettbewerbe und reibungslose Abläufe vom Auftrieb bis hin zum Abtrieb kennzeichneten die Fleischrinderpräsentation auf der diesjährigen MeLa. 31 Zuchtbetriebe, darunter 19 aus Mecklenburg-Vorpommern, 3 aus Sachsen-Anhalt, 8 aus Berlin-Brandenburg und 1 aus Schleswig-Holstein, stellten insgesamt 82 Fleischrinder in 9 Rassen aus. Turnusgemäß stand in diesem Jahr der NOG-offene Landeswettbewerb der intensiven Fleischrindrassen auf dem Programm, die extensiven Rassen (Salers, Galloway, Dexter, erstmalig Wagyu) waren mit Demonstrationstieren vertreten.

Während die Demogruppe der extensiven Rassen mit nur 12 Tieren allerdings etwas knapp ausgefallen ist, konnten im Wettbewerb der intensiven Fleischrindrassen am Freitag allein 17 Einzeltierklassen gerichtet werden. Den stärksten Rasseblock präsentierten die Fleckviehzüchter, so dass bei dieser Rasse in allen 3 Tierkategorien (Bullen, Kühe, Färsen) je 2 Altersklassen im Wettbewerb standen. Auch die Rassen Uckermärker, Limousin und Angus hatten jeweils zahlenmäßig und qualitativ ansprechende Kollektionen zusammengestellt. Allein die Charolais verkauften sich mit nur 2 Bullen im Wettbewerb unter Wert und nicht ihrem Rasseanteil im Herdbuch gerecht werdend.

Der Fleischrinderwettbewerb wurde durch Dr. Josef Dissen vom Fleischrinder-Herdbuch Bonn e.V. gerichtet. Seine nachvollziehbaren und sowohl für den Fachmann als auch für den Laien verständlich und kurzweilig begründeten Richturteile vermochten das Publikum im kleinen Tierschauring zu binden, so dass sich der Wettbewerb über fast 4 Stunden hinweg eines regen Zuschauerzuspruchs erfreute. Höhepunkte des Wettbewerbs waren nach dem Richten der Einzelklassen die rasseübergreifende Auswahl der Siegertiere sowie der Wettbewerb der Betriebskollektionen.

Zur Siegerfärse wurde die 19 Monate alte, bestens entwickelte und dabei sehr harmonische und feminine Fleckviehfärse Aliza, Kat. 21, aus der Manfred und Marco Glaser GbR (RBB) gekürt. Der Reservesieg ging an die 32 Monate alte tragende Limousinfärse Melli, Kat. 53, aus dem Berliner Zuchtbetrieb Rosi und Georg Mendler (RBB).

Fleckvieh vor Limousin hieß auch die Entscheidung bei den Kühen. Hier sicherte sich die Fleckviehkuh Blanca, Kat. 16, amtierende BraLa-Siegerin aus der Karstädter Rinder GmbH (RBB) den Titel souverän – eine absolut überzeugende Ausnahmekuh, die noch dazu ein hervorragend entwickeltes Kuhkalb bei Fuß führte. Felix Wirtz, Limousinhof Zippelow (RZMV), konnte mit seiner 6jährigen Limousinkuh Dahna.B, Kat. 49, den Reservesieg erringen.

Bei den Bullen ging der Siegertitel unangefochten an den knapp 4jährigen Angusbullen Optimus, Kat. 60, von der Putenmasthof Cölpin GmbH (RZMV), der mit 1182 kg nicht nur das Schwergewicht der diesjährigen MeLa verkörperte, sondern sein enormes Gewicht und seine sehr gute Länge auch mit einem tollen Rassetyp, einer hervorragenden Festigkeit und super Bewegungsabläufen kombinierte. Übrigens ist Optimus der Vater des neuen RinderAllianz-Besamungsbullen Oberon! Reservesieger wurde wieder die Rasse Limousin, hier der knapp 3jährige Tuareg, Kat. 41, vom Limousinhof Zippelow (RZMV), der - obwohl für die MeLa noch nicht in der letzten Schaukondition – durch seinen ausgezeichneten Rassetyp, sehr starke Ausstrahlung und Entwicklung glänzte.

Am Wettbewerb der Betriebskollektionen beteiligten sich insgesamt 7 Zuchtbetriebe mit je 3 Wettbewerbstieren. Hier fiel es schwer, Entscheidungen zu treffen, weil letzten Endes jede Kollektion ihre Vorzüge und ihre starken Einzeltiere hatte. Am Ende konnte der Limousinhof Zippelow (RZMV) den Titel für sich verbuchen, ein Sieg, der umso mehr verdient war, weil der Zuchtbetrieb in seiner Kollektion nicht nur 3 starke Einzeltiere präsentierte, sondern darüber hinaus mit insgesamt 2 Bullen, 2 Kühen mit Kälbern sowie 3 Färsen die meisten Tiere für den Wettbewerb stellte. Der Reservesieg ging an die homogenste Kollektion, die aus drei gleichaltrigen und auf den Punkt vorbereiteten Fleckviehfärsen aus dem Zuchtbetrieb Manfred und Marco Glaser GbR, Perleberg (RBB), bestand, unter ihnen die Siegerfärse Aliza.

Die vollständigen Ergebnisse des NOG-offenen Landeswettbewerbs der intensiven Fleischrindrassen finden Sie hier.

 

Fleischrind-Jungzüchter mit tollem Wettbewerb auf der MeLa 2014

Reges Interesse an der Teilnahme am Jungzüchterwettbewerb Fleischrind zeichnete sich bereits im Vorfeld der MeLa ab. Nach einigen letzten Meldungen unmittelbar vor bzw. auf der MeLa traten schließlich 19 Fleischrind-Jungzüchter im Alter von 6 bis 25 Jahren in den Wettbewerb, darunter 6 Kinder bzw. Jugendliche, die das erste Mal dabei waren. Diese große Zahl wurde auch dadurch möglich, dass sich Züchter und Jungzüchter gegenseitig unterstützten und einigen Teilnehmern so den Start auch mit fremden Tieren ermöglichten.

Jüngster Starter war der 6jährige Friedrich Engfer aus Groß Helle. Hoch konzentriert und motiviert führte er ein 5 Monate altes Bullenkalb der Rasse Fleckvieh durch den Ring.

 

Der Vorführwettbewerb erfolgte, bei nicht ganz so freundlichen Witterungsbedingungen (zum Glück blieb

das angesagte Unwetter aber aus) parallel zu den Jungzüchterwettbewerben der Schafe und Pferde im großen Tierschauring. Gerichtet wurde das Teilnehmerfeld in 4 Altersklassen durch Carolin Nagel vom Jungzüchterverein Sachsen-Anhalt e.V. Die Sieger der einzelnen Altersklassen waren:

AK I (6-10 Jahre):
Alina Zorn, Berlin (8 Jahre) mit Fleckvieh-Färse La-Emely,

AK II (11-15 Jahre):
Lucas Zorn, Berlin (12 Jahre) mit Limousin-Jungbullen Victor,

AK III (16-18 Jahre):
Friederike Nagel, Wahrburg (18 Jahre) mit Fleckvieh-Kuh Linda,

AK IV (19-25 Jahre):
Felix Wirtz, Zippelow (25 Jahre) mit Limousin-Bullen Tuareg.

Hier finden Sie alle Ergebnisse des Jungzüchterwettbewerbs.

In mehreren Demonstrationen und Tierschauen im kleinen und großen Tierschauring boten die Fleischrinderzüchter mit ihrer Rassenvielfalt, mit den muskelbepackten Zuchtbullen, den Kühen mit ihren kleineren und größeren Kälbern sowie mit gut entwickelten Färsen einmal mehr ein beeindruckendes Bild.

Auszeichnung der "Besten Mutterkuh Mecklenburg-Vorpommerns"

Eine besondere Auszeichnung erging auf der MeLa an die Gut Thurbruch GmbH in Labömitz. Der Betrieb erhielt für seine Kuh Herba aus den Händen des Landwirtschaftsministers Dr. Till Backhaus den Pokal für die "Beste Mutterkuh Mecklenburg-Vorpommerns".

Die 1997 in Sachsen geborene Kuh wurde 1jährig im Rahmen des Aufbaus einer Angus-Zuchtherde zugekauft, erbrachte mit 27 Monaten in Labömitz ihr 1. Kalb und kalbte seitdem immer ohne Probleme und ganz regelmäßig im Alter von durchschnittlich 366 Tagen, insgesamt bereits 15mal. Dabei gebar Herba 15 lebende Kälber, die sie mit einer für den Betrieb, die Rasse Angus und Ökobedingungen deutlich überdurchschnittlichen Leistung aufzog. 5 Töchter sind gegenwärtig als Zuchtkühe im Gut Thurbruch im Einsatz, davon zwei, die ebenfalls bereits 10 bzw. 12 Kalbungen aufweisen können!

Herba selbst wurde mit den Noten 7 im Typ, 8 in der Bemuskelung und 7 im Skelett in die Herdbuchklasse A eingestuft. Ihre stabile Fruchtbarkeitsleistung wird durch den guten Relativzuchtwert Zuchtleistung (RZL) von 108 unterstrichen