Rind und Wir – August 2024

34 RIND&WIR August 2024 Gleich drei hochkarätige Wettbewerbe boten den Fleischrindzüchtern auf der agra Gelegenheit zur Standortbestimmung. Neben dem traditionellen Mitteldeutschen Fleischrinderwettbewerb, der von Züchtern aus Sachsen, SachsenAnhalt und Thüringen bestritten wurde, standen mit - der Bundesschau Fleckvieh-Simmental und - dem Bundeswettbewerb der Fleischrindjungzüchter auch zwei überregional stark beachtete Konkurrenzen auf dem Messeplan. Die Rekordzahl von über 270 Fleischrindern aus 14 Rassen bot ein vielfältiges und imposantes Bild. Die Rinder, ihre Vorführer und Besitzer fanden in Leipzig ideale Rahmenbedingungen und ein zahlreiches, interessiertes Publikum. Im Mitteldeutschen Fleischrinderwettbewerb, der in zwei parallelen Ringen von Dr. Walter Reulecke (Fleischrinderzuchtverband Schleswig-Holstein) und Konrad Wagner (Fleischrinderverband Bayern) gerichtet wurde, waren 25 Sachsen-Anhaltiner Zuchtbetriebe mit 81 Rindern der Rassen Angus, FleckviehSimmental, Galloway, Highland-Cattle, agra 2024 – T-Speed von BundesMühle neuer Grand Champion In drei überregionalen Fleischrindwettbewerben starteten auf der agra in Leipzig 270 Fleischrinder aus 14 Rassen. Der Grand-Champion-Titel ging nach Drewitz an Christian Bunde. RinderAllianzZuchtbetriebe konnten viele weitere Erfolge bejubeln. Limousin, Rotes Höhenvieh und Welsh Black mit am Start. Sie konnten sich in allen Wettbewerben gut behaupten und zahlreiche Klassensiege einfahren (siehe Tabelle Seite 36). Gleich drei der fünf Interbreed-Siegertiere sowie der Grand Champion kamen aus Sachsen-Anhalt! Altbullen - die Schwergewichte der Schau Während sich die Vertreter der Rassen Charolais, Galloway und Pinzgauer mangels Konkurrenz automatisch für die Interbreed-Auswahl qualifizierten, gingen in den Rassen Fleckvieh-Simmental, Highland Cattle und Limousin spannende Wettbewerbe voraus. Bei den „Highlands“ sicherte sich Marco Paetau, Solpke, mit dem in Österreich gezogenen schwarzen Chery-Sohn Panther das Ticket für den Endring. Auch der 4-jährige Limousin Meribor, der in Leipzig von Stefan Kreisel, Dambeck, vorgestellt wurde, setzte sich mit seiner Größe und Körperlänge, mit überragender Ausstrahlung und Bemuskelung gegen seine Konkurrenten durch. „Veni vidi vici! Ich kam, sah und siegte!“ – dieses Zitat kann der dunfarbene Galloway Marlin von Buchenau von Karl-Friedrich Schöning, Garsena, für sich in Anspruch nehmen. Bis kurz vor der Schau war unklar, ob der Bulle nach überstandener Erkrankung aufgetrieben und im Wettbewerb starten würde. Dann war er da - und durch nichts aufzuhalten: Die Kombination aus außergewöhnlicher Tiefe, bester Bemuskelung und enormer Präsenz überzeugte das Richterduo nachhaltig. Nach dem Championtitel auf der FleischrindVision 2019 in Mühlengeez und dem Bundesreservesieg 2020 in Berlin darf sich Marlin nun auch mit einem Mitteldeutschen Interbreed-Siegertitel schmücken! Jungbullen auf höchstem Niveau Bei den Galloway-Jungbullen konnte Manfred, ein Marlin-Sohn aus dem Freigut Garsena, ebenfalls punkten und den Rassesieg für seinen Züchter Karl-Friedrich Schöning erringen. Der Bulle zeigte für sein Alter eine enorme Entwicklung und sehr gute Bemuskelung. Bei der Rasse Fleckvieh-Simmental ging der Klassensieg an den Igor-Sohn Ice Age von Dieter Feißel, Käthen. Ice Age steht im mittleren Rahmen und ist von der Schulter über den Rücken bis ins Becken breit angelegt und bestens bemuskelt. Wunderschöne Grand Championne der agra 2024: T-Speed von Bundes-Mühle, Christian Bunde, Drewitz Er kam, sah und siegte: Marlin von Buchenau aus Garsena wurde in Leipzig Sieger der Altbullen.

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