Rind und Wir – April 2026

Das Rinder-Fach-Journal April 2026

Oben: 3. M: Lakeside Ups Red Range VG86, Foto: Alger Meekma Unten: 4. M: De Oosterhof DG Rose RDC VG89, Foto: Anna Joosse Hot Red PP, Foto: W. Schulze RZG 149 Hot Red PP 823374 Handout P x VG86 Cartoon P Zukunft unter Kontrolle. A2A2- und BB-Färsenbulle auf höchstem Niveau Sensationelle Zellzahl und Euter tness Gesunde Kälber und lange Nutzungsdauer Verbessert die Töchterfruchtbarkeit und Klauengesundheit rinderallianz.de

Impressum 32. Jahrgang April 2026 erscheint 3 x jährlich Herausgeber: RinderAllianz GmbH Am Bullenberg 1 17348 Woldegk Tel.: 03963 2559-0 Fax: 03963 2559-26 woldegk@rinderallianz.de Redaktion: Dr. Sabine Krüger - Schriftleitung Wiebke Augustin Alexander Braune Dr. Silke Heinz Berit Heymann Katja Kase-Jahn Holger Reimer Dr. Sabine Schmidt Mareike Wollert Druck und Gestaltung: STEFFEN MEDIA GmbH Friedland I Usedom Fotos: Arkink, Bakker, Cowsmopolitan, Finger, Geverink, Hopman, Joosse, KeLeKi, Kleemann, Kohl, Kuhfacto, Lenk, LFV©Sachsen-Anhalt, LKV ST, Nolli, Maartje, MAR, Massfeller, MRV, Palo, pab, Peters, Pohl, privat, Qnetics, RBB, RBW, Rinas, RinderAllianz, RSH, RUW, Schröder, Schulte, Schulze, Topf, vit, VOST, Warder, u. a. An dieser Stelle sind Sie es gewohnt, ein positives Vorwort zu lesen – eines, das auf den Frühling einstimmt und die Freude auf dieses Heft weckt. Der Frühling ist da: Die Sonne bringt neue Energie für Pflanzen und Menschen. Doch die vertrauten Frühlingsgefühle wollen sich vielerorts nicht einstellen. Auf Wiesen und Feldern herrscht Hochbetrieb, eine arbeitsreiche Zeit hat begonnen. Frühling steht sonst für Optimismus, doch in diesem Jahr zeigen die Landwirte Sorgenfalten. Wer Dünger nicht vorgekauft hat, steht vor großen Herausforderungen, und auch die Dieselpreise setzen die Betriebe unter Druck. Gleichzeitig sinken die Preise für Rindfleisch und Getreide, die Milchpreise stagnieren auf niedrigem Niveau. Auch die RinderAllianz bleibt davon nicht unberührt. Die sehr guten Geschäftsberichte in diesem Heft beziehen sich auf das vergangene Geschäftsjahr von September 2024 bis August 2025 – eine Zeit, in der die Lage noch stabil war. Heute gilt es, sich neu zu orientieren, die Prozesse weiter zu optimieren und bestehende Strukturen kritisch zu hinterfragen. Im Zuchtbereich wird die Zusammenarbeit innerhalb von Phönix enger, gleichzeitig stellt uns die sinkende Kuhzahl vor neue Herausforderungen. Umso wichtiger ist die Gründung der neuen Milan GmbH, die uns entscheidend im Bereich MLP und Milchgüte voranbringen wird. Mehr dazu erfahren Sie in diesem Heft auf Seite 14. Gerade jetzt sind wir stärker denn je gefordert, uns zu modernisieren und den stürmischen Zeiten mit Entschlossenheit zu begegnen. Lassen Sie uns diesen Weg gemeinsam gehen und optimistisch bleiben. Vielen Dank für Ihre Unterstützung und alles Gute für Ihren Betrieb. Ihre Dr. Sabine Krüger VORWORT 3 WO BLEIBT DIE FRÜHLINGSSTIMMUNG?

4 Termine RIND&WIR April 2026 Für Herdenmanager Florian Gericke ist ein routinierter Ablauf im Stall und ein umfassendes Management auf dem Betrieb essentiell für den Erfolg seiner Herde in Fischbeck. 62 2026 28.05.2026 Generalversammlung MRV eG mit Branchentreff 30.05.2026 150 Jahre Jubiläum, Fischbecker Rinderzucht 01.06.2026 Tag der Milch, Rostock 27.06.2026 Pommernschau, Dersekow 05.07.2026 Prignitz-Tierschau, Blüthen 10.-13.09.2026 MeLa 2026, Mühlengeez 12.09.2026 Fleischrindwettbewerb Intensivrassen und Fleischrind-Jungzüchterwettbewerb (auf der MeLa) 19./20.09.2026 Landeserntedankfest ST, Magdeburg 26.09.2026 Steinfelder Bauernmarkt 03.11.2026 60. Tag des Milchviehhalters 10.-13.11.2026 EuroTier, Hannover 19.11.2026 HolsteinVision

5 Inhalt 4 Geschäftsbericht 8 RinderAllianz Brunch 12 Generalversammlung RSA eG 14 Neue Wege in MLP und Milchgüte 15 Adieu - Matthias 16 Managementseminar 20 Leipziger Allerlei - agra 2026 22 PHX erweitert Geschäftsführung 24 Zuchtwertschätzung MR 28 Bullenticker 32 Phönix Group GmbH 34 Phönix stellt die deutschen Topseller 36 Interview mit Dr. Markus Jung 38 Infos aus BRS und VIT 42 Beste geprüfte Betriebe 44 Beste Excellentkühe 46 Sunrise Sale – Rekordergebnisse 48 ReproWissen 360° 52 Zwischen Genetik und Stallgasse 53 35. Milchrindtag in MV 54 Qualität überzeugt den Markt 56 RinderAllianz-Tiere an der Spitze 58 AFSA stellt sich neu auf 60 agra 2026 - Kati ist Grand Champion 62 Titel für JungzüchterAllianz 64 Termine JungzüchterAllianz 65 Überregionales 67 Neue Mitarbeiter/Neue Mitglieder 69 Kurz und knapp TERMINE & INHALTSVERZEICHNIS 24 46

6 RIND&WIR April 2026 Im Milchviehsektor konnten die landwirtschaftlichen Betriebe wenigstens für ein Jahr mit einer gewissen Planungssicherheit wirtschaften. Die Preise für Milch und Fleisch bewegten sich auf einem guten Niveau, während die Kosten für Rohstoffe und Energie im Berichtszeitraum leicht rückläufig waren. Demgegenüber standen weiterhin steigende Aufwendungen für Personal sowie für Investitionen in technologische Innovationen. Ungeachtet dieser Rahmenbedingungen prägte der anhaltende Strukturwandel die Branche und damit auch unser Geschäft. Dank des engagierten und effizienten Einsatzes unseres Mitarbeiterteams konnte die RinderAllianz das Geschäftsjahr wieder erfolgreich abschließen. Geschäftsgrundlage bildeten 229.307 MLP-Kühe. Verglichen mit dem Vorjahr ein Rückgang von 0,9 %. Die Mutterkuhbestände sind ebenfalls rückläufig und beliefen sich auf einen Bestand von 8.476 Tieren. Rekordumsatz und strategische Neuausrichtung bei RinderAllianz Das Geschäftsjahr 2024/2025 war geprägt von sehr guten Erzeugerpreisen, sowohl im Milchsektor als auch in der Fleischerzeugung. Vor allem der sehr starke Preisanstieg in der Viehvermarktung sorgte für ein Rekordumsatz bei der RinderAllianz von über 150 Mio. €. Zusätzlich ist es gelungen, entgegen dem anhaltend negativen Markttrend, stabile Umsatzzahlen in der Spermavermarktung und in der Besamungsdienstleistung zu erzielen (Diagramm 1). Das vergangene Geschäftsjahr war für den Spermavertrieb und die Bullenhaltung unseres Unternehmens historisch. Die operativen Geschäfte, Bullenhaltung, Spermaproduktion sowie die ExportSolide Geschäftszahlen bescheren Mitgliedern und Kunden erneuten Bonus Ein herausforderndes Geschäftsjahr (01.09.24 bis 31.08.25) liegt hinter der RinderAllianz. Diagramm 1: Umsätze nach Geschäftsfeldern im Geschäftsjahr 2024/2025 RinderAllianz GmbH 2024/2025 Spermaverkauf 10.187 T€ (-2,2 %) Rindervermarktung 131.091 T€ (+20 %) Umsatz 150.555 T€ (+17,3 %) Besamungsdienstleistungen 6.306 T€ (+2,1 %) Sonstiges 2.971 T€ (+21,0 %) Die Abteilung Rindervermarktung hat sich unter der neuen Leitung von Florian Classen gut weiterentwickelt.

7 VERBANDSLEBEN Samenvermarktung wurden an die neu gegründete Phönix Group GmbH ausgelagert. Die bereits seit 2020 bestehende Kooperation Phönix ist nun noch enger zusammengerückt und hat sich in einer GmbH neu formiert. Damit standen und stehen Herausforderungen auf der Tagesordnung. Viele organisatorische Prozesse konnten bereits etabliert werden, andere sind aktuell noch in der Umsetzung. Diese Umstrukturierung ist eine Zukunftsaufgabe und soll vor allem die Wettbewerbsfähigkeit in unserem Zuchtprogramm langfristig sichern. Gleichzeitig erwarten wir durch Synergieeffektein den nächsten Jahren ökonomische Vorteile, um den Landwirten und Kunden ein hochwertiges Produkt zu einem wettbewerbsfähigen Preis anbieten zu können. RinderAllianz schüttet 600 T€ aus, RSA und MRV zahlen 10 % Dividende Im Interesse der Landwirte konnten aus dem Ergebnis der RinderAllianz auch 2025 über 600 T€ als Rückvergütung ausgeschüttet werden (Diagramm 2). Die Genossenschaften MRV und RSA zahlten zusätzlich 10 % Dividende an ihre Mitglieder. Nach der Ausschüttung und nach Steuern konnte die RinderAllianz ein sehr gutes Jahresergebnis von 688 T€ erwirtschaften. Spermavertrieb im Zuchtgebiet stabil, Marktanteile im Dienstleistungssektor weiterhin gesichert Aufgrund der Übergabe der Exportgeschäfte an die Phönix Group GmbH, gab es im vergangenen Geschäftsjahr deutliche Änderungen im Ertrag. Die Anzahl der vermarkteten Samen Portionen beliefen sich auf 841.070 Portionen, was im Vergleich zum Vorjahr, mit 940.953 Portionen einem Rückgang von 10,6 % entspricht. Dieser Rückgang ist durch das übertragene Exportgeschäft an die Phönix Group GmbH begründet. Der Vertrieb im Zuchtgebiet der RinderAllianz belief sich auf ca. 517.000 Portionen, der leichte Rückgang von -1,3 % entspricht den Bestandsrückgängen. Im Diagramm 3 sind die Vertriebszahlen zusammengefasst. Die Dienstleistungsbesamung entwickelte sich im Geschäftsjahr 2024/25 insgesamt positiv. Die Gesamtzahl der durchgeführten Besamungen stieg gegenüber dem Vorjahr leicht an. Mit 390.802 Gesamtbesamungen wurde das Ergebnis des Diagramm 2: Ausschüttungen der RinderAllianz GmbH für Mitglieder und Kunden 2024/2025 RinderAllianz GmbH 2024/2025 Beteiligung am Zuchtprogramm (1 €/HB-Kuh) 150 T€ Weihnachtsgutschein für Landwirte 400 T€ Ausschüttungen für Mitglieder und Kunden 602.000 € Unterstützung Kreisrinderzuchtvereine und Züchter lt. Zuchtförderkatalog 52 T€ RinderAllianz GmbH 2024/2025 (ohne PHX) Spermaverkauf gesamt 841.070 Port. (-10,6 %) Spermaverkauf RA-Gebiet 516.892 Port. (-1,3 %) Spermaverkauf an Dritte 324.178 Port. (-22,3 %; ab 01.04.2025 Exporte über PHX) Die HolsteinVision in Bismark hat sich enorm entwickelt: tolle Kuhqualität, gute Nachzuchten und Emotionen pur. Diagramm 3: Vermarktete Spermaportionen der RinderAllianz 2024/2025 (zu beachten ab 01.04.2025 Exporte über Phönix)

8 RIND&WIR April 2026 Vorjahres (382.712) um 2,1 % übertroffen. Insgesamt zeigt sich damit eine stabile Entwicklung im Bereich der Dienstleistungsbesamung. Gleichzeitig bleibt die Sicherstellung qualifizierten Personals ein zentraler Faktor, um die hohe Servicequalität und die Betreuung der landwirtschaftlichen Betriebe weiterhin gewährleisten zu können. Rindervermarktung: Engagement des Teams sichert stabile Vermarktung Die Rindervermarktung blieb auch im Geschäftsjahr 2024/2025 ein bedeutender Geschäftsbereich des Unternehmens, entwickelte sich materiell jedoch leicht rückläufig. Mit 109.607 vermarkteten Tieren lag das Ergebnis 4,6 % unter dem Vorjahreswert von 114.926 Tieren. Im Zuchtviehbereich zeigte sich eine unterschiedliche Entwicklung. Während die Vermarktung von Zuchtvieh Milchrasse (MR) mit 12.115 Tieren deutlich unter dem Vorjahreswert von 15.715 Tieren lag (-22,9 %), konnte das Segment Zuchtvieh Fleischrasse (FR) mit 1.133 Tieren gegenüber dem Vorjahr (798 Tiere) deutlich zulegen (+42,0 %). Der Bereich Absetzer entwickelte sich positiv und stieg auf 14.908 Tiere (VJ: 13.206; +12,9 %). Demgegenüber verzeichnete der Mastkälberbereich mit 37.894 Tieren einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr (39.048; -3,0 %). Auch im Schlachtrinderbereich war eine rückläufige Entwicklung zu beobachten. Mit 43.557 Tieren lag die Vermarktungsmenge 5,6 % unter dem Vorjahreswert von 46.159 Tieren. Trotz der teilweise anspruchsvollen Marktbedingungen ist es dem Team in der Rindervermarktung durch Engagement, Marktkenntnis und organisatorischer Flexibilität gelungen, die Vermarktung für die landwirtschaftlichen Betriebe zuverlässig sicherzustellen. RinderAllianz legt in der Qualität von Veranstaltungen weiter zu Im Geschäftsjahr führte die RinderAllianz erneut mehrere Fachveranstaltungen und Branchentreffen durch, die von den Landwirten und Partnern sehr gut angenommen wurden und eine wichtige Plattform für Information, Austausch und Präsentation aktueller Entwicklungen in Zucht und Management bildeten. Ein besonderes Highlight war erneut die traditionsreiche und nahezu perfekt inszenierte Schau HolsteinVision, die zahlreiche Besucher nach Bismark zog und sowohl national als auch international auf großes Interesse stieß. Die international ausgerichtete TopGenetik-Auktion Sunrise Sale in Karow wurde gemeinsam mit der RSH und den Stefanie Kiefer ist Regionalleiterin für die Besamung im Süden unseres Zuchtgebietes. RinderAllianz GmbH 2024/2025 Schlachtrinder 43.557 (-5,6 %) Mastkälber 37.894 (-3,0 %) Zucht und Nutzrindervermarktung 109.607 Tiere (-4,6 %) Zuchtrinder MR 12.115 (-22,9 %) Absetzer FR 14.908 (+12,9 %) Zuchtrinder FR 1.133 (+42,0 %) Diagramm 5: Zucht- und Nutzrindervermarktung 2024/2025 Diagramm 4: Besamungen durch RinderAllianz Techniker 2024/2025 RinderAllianz GmbH 2024/2025 Gesamtbesamungen 390.802 (+2,1 %)

9 VERBANDSLEBEN Im Woldegker Labor wird Samen für die Phönix Group GmbH produziert. starken Partnern vom HolsteinForum wiederum sehr erfolgreich als Hybridveranstaltung durchgeführt. Ein besonderer Höhepunkt war der Zuschlag für der Katalognummer 43 - 3 Star HWH Britt Red P für 56.000 € - der Höchstpreis an diesem Abend. Darüber hinaus fand im Frühjahr 2025 auf der Insel Usedom das etablierte RinderAllianz-Managementseminar statt. Gastgeber war der Betrieb Rinderzucht Augustin KG, der zahlreichen Landwirten praxisnahe Einblicke in seine Betriebsabläufe ermöglichte. Die Veranstaltung bot eine wertvolle Gelegenheit, aktuelle Managementfragen zu diskutieren und Erfahrungen aus der Praxis auszutauschen. Ausblick Das Unternehmen RinderAllianz wird nur mit einer zukunftsorientierten modernen Ausrichtung weiter erfolgreich sein und im Wettbewerb bestehen. Deshalb scheuen sich die ehren und hauptamtlichen Vertreter nicht vor Veränderungen, und werden diese Weiterentwicklungen konsequent fortführen. Dabei nicht die Bodenhaftung zu verlieren und für unsere Kunden Service höchster Qualität abzuliefern bleibt unsere wichtigste Aufgabe. Die RinderAllianz ist bislang solide aufgestellt, dies hilft künftige Herausforderungen zu meistern. Strategische Partnerschaften haben für uns auch in Zukunft höchste Bedeutung, technologischer Fortschritt ist essentiell um den Fokus auf die Wünsche der Landwirte zu behalten. Lucas Lange, Sabine Krüger Meldung bis 29.05.2026 an die RinderAllianz, Fax: 038738 73050, karow@rinderallianz.de Teilnahmeberechtigt sind alle Rinder aus Mitgliedsbetrieben der Milchkontroll- und Rinderzuchtverband eG. www.rinderallianz.de Hinweis: Für die Pommernschau sind nur BHV1-freie und ungeimpfte Rinder (gB-negatives Untersuchungsergebnis) entsprechend § 1, Abs. 2, Nr. 2a und 2b der BHV1-Bundesverordnung vom 20.12.2005 zugelassen. Bitte beachten Sie evtl. notwendige Bestandsuntersuchungen. Es ist eine Untersuchung auf BVD/MD mit negativem Ergebnis (AG-Elisa) nachzuweisen. Änderungen vorbehalten! Programm • Jungzüchterwettbewerb • Präsentation und Richten von Holstein-Kühen verschiedener Altersgruppen inkl. Erläuterungen rund um die Kuh für Groß und Klein • Siegerauswahl „Miss Pommern“ • Landmaschinenaustellung Polnisch-Deutsches TOP-Ereignis Pommernschau 6. Pommernschau Verein e.V. 27.06.2026 · 11 Uhr · 17498 Dersekow IHR PARTNER FÜR AGRAR, BIOGAS & SCHMIERSTOFFE • Stallhygiene • Euterpflege & Melkhygiene • Klauenpflege • Mastitisprophylaxe • Tierzucht- & Tierpflegeprodukte • Schädlingsbekämpfung • Weidezaunbedarf • Reinigungs- & Desinfektionsmittel • Silagemanagement • Schmierstoffe • Werkzeuge honnens.de Jetzt den HONNENS Online-Shop entdecken!

10 RIND&WIR April 2026 Anregende Gespräche, der Duft von frischem Kaffee und ein interessantes Vortragsprogramm – besser hätte der Rahmen für unseren RinderAllianzBrunch kaum sein können. Fast 60 Teilnehmer folgten der Einladung in die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und nahmen bei einer reichhaltigen Auswahl an Köstlichkeiten Platz. In entspannter Atmosphäre bot sich viel Raum für fachlichen Austausch und persönliche Begegnungen. Uni Halle mit Hallorenkugeln vom Feinsten CowSense: Grundlagen richtig anwenden Die von Marko Radke souverän moderierte Veranstaltung begann mit einem Vortrag von Marika Wendt zum Thema CowSense. Mit anschaulichen Praxisbeispielen gelang es ihr, Landwirte und Studierende gleichermaßen zu begeistern. Ihr Appell war klar: Das 1x1 des richtigen Treibens gehört auf jeden Betrieb und bildet die Grundlage für Tierwohl und Arbeitssicherheit. Praxis und Wissenschaft im Schulterschluss Im Anschluss verdeutlichte Prof. Dr. Hermann Swalve, wie stark die Nutztierhaltung im Wandel steht und welche Perspektiven sich aus wissenschaftlicher Sicht eröffnen. Sein Fazit: Nur im engen Schulterschluss zwischen Praxis und Wissenschaft lässt sich die Zukunft erfolgreich gestalten. Größere Verbände und Bündelungen von Unternehmen sind dabei unabdingbar. Prof. Dr. Hermann Swalve erklärt, wie Wissenschaft und Praxis Hand in Hand arbeiten. Volle Tische, offene Ohren – der Blick in den Seminarraum. Lockere Runde, leckere Kost – so schmeckt der RinderAllianz-Brunch. Ohne Daten keine Perspektive Abschließend griff Alexander Braune die Gedanken seines Vorredners auf und legte den Fokus auf die Relevanz einer fundierten Datenerhebung in den Betrieben. Die Qualität der Dokumentation sei die Grundlage für ein professionelles Herdenmanagement und verlässliche Zuchtwerte. Genuss trifft Fachwissen Zum krönenden Abschluss tauchten die Teilnehmer in die Welt der Schokoladenproduktion ein: Bei einer Führung durch die Halloren Erlebniswelt erhielten sie spannende Einblicke in die Herstellung von Schokolade – von der Kakaobohne bis zur fertigen Hallorenkugel. Selbstverständlich durften süße Kostenproben nicht fehlen – Genuss und Fachwissen perfekt vereint. Katja Kase

11 VERBANDSLEBEN Mitte Februar reisten zahlreiche Besucher nach Bismark zum diesjährigen Züchterseminar unter dem stimmungsvollen Motto „Im Kerzenschein“. Mehr als 50 Gäste folgten der Einladung und erlebten eine hochkarätige Veranstaltung in besonderer Atmosphäre – bei gutem Essen und passendem Kerzenschein. Nachhaltiger Zuchtfortschritt für mehr Effizienz Frau Dr. Christin Schmidtmann (VIT Verden) machte in ihrem Vortrag deutlich, dass sich Zucht lohnt: Ein einmal erzielter Zuchtfortschritt ist nachhaltig und nicht umkehrbar. In den vergangenen Jahren konnten nicht nur Leistungssteigerungen und eine längere Nutzungsdauer der Kühe erreicht werden – vor allem wurde die Wirtschaftlichkeit durch eine verbesserte Lebenseffizienz deutlich gesteigert. Neu denken für Tierwohl und Effizienz Die Gesunderhaltung der Tiere stand im Mittelpunkt des lebendigen Vortrags von Tierarzt Dr. Michael Kreher. Mit besonderem Fokus auf Transitphase und Frühlaktation sensibilisierte er die Zuhörer für die entscheidenden Stellschrauben im Herdenmanagement. Sein Credo: „Wir müssen neu denken und unser Handeln den Bedürfnissen der Kühe und der Gesellschaft anpassen.“ Gemeinsam in die Zukunft der Rinderzucht Im abschließenden Beitrag zeigte Dr. Jan Körte, dass die RinderAllianz als starker Partner fest an der Seite der Landwirte steht. Neue Wege – unter anderem im Phönix-Verbund – seien nicht immer einfach, aber für die zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Aufmerksam und interessiert: Die Landwirte lauschen den Vorträgen. Prost auf einen gelungenen Abend – der Sekt in RinderAllianz-Blau stimmte auf das Seminar ein. Dr. Michael Kreher sensibilisiert für entscheidende Stellschrauben im Herdenmanagement. Rinderzucht konsequent und sinnvoll. Mit vielen konstruktiven Gesprächen und einem geselligen Austausch fand der Abend einen gelungenen Ausklang. Alexander Braune Züchterseminar im Kerzenschein

12 RIND&WIR April 2026 Genuss trifft modernste Stalltechnik Mit zwei gut besuchten Veranstaltungen in Mecklenburg-Vorpommern ist die RinderAllianz in das neue Jahr 2026 gestartet. Am 27. Januar trafen sich rund 60 Landwirte zum „Brunch West“ im Rauchhaus Möllin und bei der Tantzen-Dobbehaus GbR. Nur eine Woche später, am 3. Februar, folgten rund 50 Gäste der Einladung zum „Brunch Ost“ nach Woldegk, wo neben dem Fachprogramm der Betrieb Landgut Durach KG besichtigt wurde. Beide Veranstaltungen verbanden fachlichen Austausch, aktuelle Informationen aus der Rinderzucht und Einblicke in moderne Milchviehbetriebe mit einer angenehmen, kollegialen Atmosphäre. Im Mittelpunkt stand ein nahezu identisches Vortragsprogramm mit drei Fachbeiträgen. Strategische Impulse Den Auftakt bildete jeweils ein Unternehmensbericht mit Einblicken in die wirtschaftlichen Entwicklungen der RinderAllianz und innerhalb der Phönix Group. Während in Möllin Dr. Jan Körte durch die Zahlen und Entwicklungen des vergangenen Jahres führte, stellte in Woldegk Dr. Sabine Krüger aktuelle Veränderungen und Perspektiven für die kommenden Monate vor. Lebenseffizienz im Fokus Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der züchterischen Bewertung von HolsteinKühen in der modernen Milchviehhaltung. Dr. Christin Schmidtmann vom VIT präsentierte Ergebnisse zum Zusammenhang zwischen hohen Zuchtwerten und der Lebenseffizienz. Dabei wurde deutlich, dass die Lebenseffizienz – gemessen als Milchleistung beziehungsweise Lebensleistung pro Lebenstag – positiv mit dem Relativzuchtwert Nutzungsdauer (RZN) korreliert. Ein hoher RZN zahlt sich somit nicht nur genetisch, sondern auch ökonomisch aus. Zudem wurde betont, Gesamtzuchtwerte bei der Bullenauswahl stärker zu gewichten und Einzelzuchtwerte nicht isoliert als Ausschlusskriterium zu betrachten. Milch mit Mehrwert Abgerundet wurde das Programm durch praxisnahe Ausführungen zur Milchkontrolle als Managementinstrument. In Möllin stellte Dr. Jan Körte neue Möglichkeiten, unter anderem zur Trächtigkeitsuntersuchung über die Milch, vor und zeigte auf, wie Betriebe die Milchkontrolle gezielt als Steuerungsinstrument nutzen können. In Woldegk übernahm Marko Radke diesen Themenblock und erläuterte die Mehrwerte der Milchkontrolle für das Herdenmanagement. Dabei wurde deutlich, wie vorhandene Daten zur Optimierung von Tiergesundheit, Fruchtbarkeit und Leistungssteuerung genutzt werden können. Zwischen Glühwein und Fachgespräch: Der Brunch Ost bot auch bei winterlichen Temperaturen einen lebendigen Austausch. Besondere Kulisse im Rauchhaus Möllin: In lockerer Atmosphäre wurden aktuelle Zuchtthemen diskutiert. Das Wichtigste in Kürze  RinderAllianz blickt auf positive Geschäftsergebnisse zurück  Phönix Group weiter auf dem Vormarsch  Lebenseffizienz als zentrale ökonomische Kenngröße in der Holsteinzucht  Milchkontrolle bleibt wertvoll – auch für Roboterbetriebe

13 VERBANDSLEBEN Brunch West: Tantzen-Dobbehaus GbR, Wakenstädt Im Anschluss an das Fachprogramm in Möllin besuchten die Teilnehmenden den Betrieb Tantzen-Dobbehaus GbR in Wakenstädt. Der Familienbetrieb ist in der Züchterszene seit Jahren bekannt und stellte bereits mehrfach namhafte Zuchtbullen wie beispielsweise Sweet RDC und Clay. Zudem ist er regelmäßig Beschicker des international renommierten Sunrise Sale. Im Mai 2021 wurde ein neuer Stall in Betrieb genommen, der im Rahmen der Besichtigung vorgestellt wurde. Ausgestattet mit acht GEA-Melkrobotern, Futteranschieberoboter, Spaltenschieberobotern sowie einem Kuhortungssystem ist der Stall auf moderne, arbeitswirtschaftlich effiziente Abläufe ausgerichtet. Zudem ist die Anlage für eine automatische Fütterung vorgerüstet. Neben technischen Details wurden auch die Herausforderungen während der Bauphase sowie die Erfahrungen nach der Inbetriebnahme thematisiert. Die Diskussionen auf dem Futtertisch zeigten das große Interesse an praxiserprobten Lösungen und aktuellen Entwicklungen in der Rinderzucht. Brunch Ost: Landgut Durach KG, Strasburg Bei klirrender Kälte führte der Weg nach dem Vortragsprogramm in Woldegk zum Betriebsstandort der Landgut Durach KG in Schönhausen. Geschäftsführer Stephan Selig präsentierte den im Juni 2025 neu bezogenen Stall und glänzte dabei mit Detailwissen insbesondere im Baubereich. Der hochautomatisierte Neubau beherbergt 380 melkende Holstein-Kühe und arbeitet ebenfalls mit acht GEA-Melkrobotern. Ergänzt wird das System durch automatische Einstreutechnik, Mistschieberoboter sowie einen Futteranschieberoboter. Die hochmoderne technische Ausstattung ermöglicht effiziente Arbeitsabläufe und eine intensive Tierbeobachtung. Im Rahmen der Führung wurden sowohl die Beweggründe für den Stallneubau als auch die Herausforderungen während der Bauphase und der anschließenden Umstellung erläutert. Gleichzeitig wurden die Chancen hervorgehoben, die sich durch die neue Stallstruktur und den hohen Automatisierungsgrad für Tierwohl, Arbeitswirtschaft und Management ergeben. Die RinderAllianz bedankt sich bei der Tantzen-Dobbehaus GbR und der Landgut Durach KG für die offenen Türen und die interessanten Einblicke in ihre Betriebe sowie bei allen Gästen für die rege Teilnahme. Betriebsbesichtigungen mit Einblick in moderne Stallkonzepte Beim Rundgang durch den Stall der Tantzen-Dobbehaus GbR standen Technik und praktische Erfahrungen im Mittelpunkt. Tilo Dobbehaus informierte über Stalltechnik und Erfahrungen aus der Praxis. Im topmodernen Stall der Landgut Durach KG, Strasburg wurde den Gästen ein toller Ausblick geboten. Stephan Selig stellte den Teilnehmenden die Besonderheiten des neuen Stallkonzepts vor. Johanna Krüger, Hanna Pospíchal

14 RIND&WIR April 2026 Neben den formalen Punkten richtete sich der Blick vor allem auf das vergangene Geschäftsjahr – und auf das, was vor dem Verband liegt. Klar wurde: Die Rinderzucht bleibt ein anspruchsvolles Feld, das Flexibilität und Weiterentwicklung verlangt. Gleichzeitig konnte der Verband eine solide wirtschaftliche Basis präsentieren. Mit einem Ergebnis von rund 89.000 € bewegt man sich auf Vorjahresniveau. Für die Mitglieder bedeutet das eine erfreuliche Nachricht: Eine Dividende von 10 % kann zum 23. April 2026 ausgezahlt werden. Verlässlichkeit in den Gremien Personell setzt der Verband auf Kontinuität. Sebastian Gumtz wurde in seinem Vorstandsamt bestätigt. Im Aufsichtsrat bleiben Rainer Wollert und Heiko Röder weiterhin aktiv. Damit ist sichergestellt, dass die Arbeit in den Gremien auf bewährtem Fundament fortgeführt wird. Auszeichnungen für besondere Leistungen Ein Höhepunkt der Versammlung waren die Ehrungen im Rahmen der Tierzuchtpreise Sachsen-Anhalt. Die Goldmedaille ging an die Zuchtstätte AG Schwarzbuntzucht Fischbeck rund um Milchproduktionsleiter Sebastian Gumtz. Silber erhielt die Familie Kopecki aus Rochau – ausgezeichnet wurde ihre Kuh „Sandy“. Über Bronze durfte sich Friederike Nagel freuen, die sich besonders im Jungzüchterbereich engagiert. Langjähriges Engagement Mit der Schernbeck-Medaille wurde in diesem Jahr Uwe Thielecke aus Tanne ausgezeichnet. Als „Brockenbauer“ und engagierter Züchter steht er beispielhaft für langjährigen Einsatz und Leidenschaft in der Rinderzucht. Solide Entwicklung mit stabilem Ergebnis beim RSA Ende März wurde die Zuchtviehhalle in Bismark erneut zum Treffpunkt der Branche: Zur 41. Ordentlichen Generalversammlung des Rinderzuchtverbandes Sachsen-Anhalt eG kamen zahlreiche Mitglieder und Gäste zusammen. In angenehmer Atmosphäre bot sich reichlich Gelegenheit für Gespräche, Austausch und neue Impulse. DANK und ANERKENNUNG Emotional wurde es bei der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an Dr. Matthias Löber. Mit seinem Ausscheiden als Geschäftsführer der RSA eG und der RinderAllianz endet eine prägende Ära. Für sein langjähriges Wirken erhielt er große Anerkennung – unter anderem die Tierzuchttafel in Silber des Landes SachsenAnhalt. Standing Ovations begleiteten ihn auf seinem Weg an das Rednerpult – das letzte Wort dieses Tages gehörte Erhielten die Tierzuchtpreise des Landes Sachsen-Anhalt (v. l. n. r.): Sebastian Gumtz, Mayk Kopecki und Friederike Nagel. In ihren Ämtern bestätigt: Heiko Röder (2.v.l.), Rainer Wollert (3.v.l.) und Sebastian Gumtz (2.v.r.). ihm. Die Geschäftsführung der RSA eG wird von Alexander Braune weitergeführt. Neben den offiziellen Programmpunkten blieb ausreichend Zeit für fachliche Diskussionen und den Blick nach vorn. Die Herausforderungen sind da – aber ebenso der Wille, sie gemeinsam anzugehen. Der Rinderzuchtverband Sachsen-Anhalt eG bedankt sich bei allen Beteiligten für ihr Engagement und die konstruktiven Gespräche. Berit Heymann, Alexander Braune

15 VERBANDSLEBEN Im Rahmen der Generalversammlung wurden auch die VisionAwards der RinderAllianz vergeben. Dazu lesen Sie mehr in der nächsten Ausgabe. Die Schernbeck-Medaille 2026 wird an Uwe Thielecke aus Tanne verliehen. Seit über 30 Jahren engagiert er sich maßgeblich für den Erhalt des Roten Harzer Höhenviehs und hat aus kleinen Anfängen eine leistungsstarke Herde im Oberharz aufgebaut. Mit seinem Betrieb „Brockenbauer Thielecke“ steht er für die Verbindung von nachhaltiger Landwirtschaft, Landschaftspflege und regionaler Vermarktung. Neben seiner unternehmerischen Tätigkeit bringt er sich intensiv in verschiedene Ehrenämter ein und vertritt Mit dem Ausscheiden von Dr. Matthias Löber als Geschäftsführer würdigt der Rinderzuchtverband Sachsen-Anhalt seine herausragenden Verdienste und beruft ihn zum Ehrenmitglied. Seit seinem Eintritt im Jahr 1995 prägte Dr. Löber über nahezu drei Jahrzehnte hinweg maßgeblich die Entwicklung des Verbandes und später der RinderAllianz. Mit fachlicher Kompetenz, großem Engagement und seiner „Mit-Mach-Mentalität“ führte er die Organisation durch Aufbauphasen, strukturelle Veränderungen und wichtige Zukunftsentscheidungen – darunter die Entwicklung des Zuchtzentrums Bismark, die Modernisierung der Vermarktungsstrukturen soaktiv die Interessen der Rinderzüchter. Besondere Aufmerksamkeit erlangte unter anderem der „Tag des offenen Hofes“, bei dem er seine Arbeit einer breiten Öffentlichkeit präsentierte und wichtige Impulse für den Erhalt landwirtschaftlicher Traditionen setzte. Für sein langjähriges Engagement, seine Fachkompetenz und seine Verdienste um die Rinderzucht, die Kulturlandschaft und die regionale Landwirtschaft wird Uwe Thielecke mit der SCHERNBECKMedaille 2026 ausgezeichnet. wie die Fusion zur RinderAllianz. Um es mit seinen Worten zu formulieren, auch von uns „Respekt und Anerkennung“. Neben seiner beruflichen Tätigkeit engagierte er sich in zahlreichen Fachgremien und zeichnete sich durch seine verbindende, bodenständige und menschliche Art aus. Sein Wirken hat den Verband nachhaltig geprägt. In Anerkennung seiner langjährigen Leistungen und seines außergewöhnlichen Einsatzes wird Dr. Matthias Löber zum Ehrenmitglied des Rinderzuchtverbandes Sachsen-Anhalt ernannt. Laudatio - gekürzt- Laudatio - gekürzt- DR. MATTHIAS LÖBER ERHÄLT EHRENMITGLIEDSCHAFT Vorstand: Hans-Archibald Lindecke (Vorsitzender) Ralf Donath Sebastian Gumtz Fred Neuling Dr. Patrick Zier Aufsichtsrat: Werner Bockhorst (Vorsitzender) Petra Kaufmann Heiko Röder Christian Trosien Rainer Wollert UWE THIELECKE ERHÄLT SCHERNBECK-MEDAILLE

16 RIND&WIR April 2026 Unser Standort in Güstrow macht da keine Ausnahme, wobei die Probenzahl (2024) mit 1.277.769 MLP- und 1.387.720 Milchgüte-Proben verglichen mit anderen ostdeutschen LKV noch akzeptabel scheint. Dennoch ist der MRV vorausschauend schon seit einigen Jahren auf der Suche nach Partnern, die mit uns gemeinsam eine effizientere Untersuchung organisieren wollen. Um die Auslastung auf ein höheres Niveau zu führen, heißt dies jedoch auch, dass Labore schließen müssen. Dazu waren viele potenzielle Partner leider trotz intensiver Verhandlungen nicht bereit, deshalb haben wir uns nun entschieden mit unseren Nachbarn und langjährigen Partnern in Schleswig-Holstein Verhandlungen aufzunehmen, um für beide Organisationen die Zukunft zu sichern und die MLP für die Landwirte bezahlbar zu halten. Ergebnis der konstruktiven Gespräche ist, dass die Milchuntersuchungslabore in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein künftig ihre Kräfte bündeln. Mit klaren Beschlüssen haben die Mitglieder der MRV eG und die Delegierten des LKV Schleswig-Holstein den Weg für einen gemeinsamen Laborverbund geebnet und damit den Grundstein für ein modernes, leistungsfähiges Milchlabor gelebt. Klare Entscheidungen Die außerordentliche Generalversammlung der MRV eG am 25. Februar 2026 sowie die außerordentliche Hauptversammlung des LKV Schleswig-Holstein am 3. März 2026 fanden jeweils online statt. Alle Mitglieder und Delegierte hatten die Möglichkeit, an den Videokonferenzen teilzunehmen und über die geplante Zusammenlegung der Labore abzustimmen. Beide Versammlungen waren beschlussfähig und sprachen sich eindeutig für den gemeinsamen Weg aus. Neue Wege in MLP und Milchgüte Die Auslastung von Milchlaboren in Deutschland ist an vielen Standorten seit längerer Zeit nicht mehr möglich – sinkende Kuhbestände führen überall zu geringeren Probenzahlen. Antwort auf Branchenveränderungen Die Entscheidung kommt zu einem wichtigen Zeitpunkt: Sinkende Kuh- und Betriebszahlen führen zu rückläufigen Probenzahlen. Gleichzeitig steht die Milchwirtschaft insgesamt unter wachsendem Kostendruck, und auch in der Molkereibranche wird es weitere Zusammenschlüsse geben. Zudem steigen die Anforderungen an moderne Labortechnik, Qualität und Effizienz – bei gleichzeitigem Fachkräftemangel und hohem Investitionsbedarf. Vor diesem Hintergrund haben sich beide Organisationen entschlossen, ihr Potenzial zu bündeln. Gründung der MILAN GmbH Zum 01. Juni 2026 werden die Laborbereiche der MRV eG und des LKV Schleswig-Holstein in die neue Laborgemeinschaft MILAN GmbH mit Sitz in Kiel ausgegründet. Dort werden künftig insbesondere die Untersuchungen im Bereich Milchgüte sowie die MLP gebündelt durchgeführt. Bis zum Starttermin laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Dazu gehören unter anderem neue Kisten (70er und 140er) für die Proben der MLP sowie organisatorische Anpassungen bei Logistik, Datenkommunikation und Tourenplanung. Die Probenflaschen selbst bleiben unverändert – der bekannte grüne Stopfen bleibt bestehen. Verlässlicher Service bleibt Trotz aller Veränderungen bleibt vieles so, wie es die Betriebe gewohnt sind. Besonders wichtig: Die persönliche Betreuung der Landwirte wird fortgesetzt. Die Ansprechpartner in den Milchkontrollen bleiben weiterhin vor Ort erreichbar und stehen den Betrieben wie gewohnt zur Seite. Die Betreuung der landwirtschaftlichen Betriebe bleibt damit ein zentraler Bestandteil des gemeinsamen Erfolgs. Auch das Dienstleistungsangebot rund um die MLP und Milchgüte wird weiterhin vollständig angeboten – perspektivisch sogar mit erweiterten Möglichkeiten. Der Standort Güstrow wird künftig als zentraler Sammelpunkt für alle Rohmilchproben aus Mecklenburg-Vorpommern dienen, bevor diese zur Untersuchung nach Kiel transportiert werden. Gemeinsam in die Zukunft Mit der Gründung der MILAN GmbH entsteht ein moderner und leistungsfähiger Laborverbund. Durch gebündeltes Fachwissen, effiziente Laborabläufe und den Einsatz moderner Technologien sollen langfristig stabile und wirtschaftliche Dienstleistungen für Landwirte und Molkereien gesichert werden. Silke Heinz Es wird neue MLP-Kisten geben:  kleine Kisten mit 70 Probeflaschen  große Kisten mit 140 Probeflaschen Bitte denken Sie bei der ersten Milchkontrolle mit den neuen MLP-Kisten an die Anpassungen bei den Einstellungen im Herdenmanagementprogramm. Nehmen Sie hierzu bitte Kontakt zu ihren Servicepartnern auf. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Ansprechpartner Milchkontrolle! Die neuen Probekästen stehen für die MLP bereit.

17 VERBANDSLEBEN Dr. Matthias Löber hatte am 31.12.2025 seinen letzten offiziellen Arbeitstag. Sowohl er selbst als auch die RinderAllianz und der Rinderzuchtverband SachsenAnhalt hatten sich bereits lange auf diesen Schritt vorbereitet. Dennoch fiel der Abschied nicht leicht – insbesondere, weil es kaum möglich ist, die menschlichen Qualitäten zu ersetzen, die Matthias am Standort in Bismark und überall dort, wo er unsere Unternehmen vertreten hat, ausstrahlte. Wir werden Matthias sehr vermissen: für seinen Humor, für seine Fähigkeit, in jeder Situation die Perspektive der Mitarbeitenden einzunehmen, und für die Menschlichkeit, die er unserem Unternehmen damit verliehen hat. Matthias war ein echter Kumpel, der sowohl für Adieu – Matthias seine Geschäftsführerkollegen als auch für sein Team jederzeit ansprechbar war und durch seine große Hilfsbereitschaft überzeugte. Ende März dieses Jahres wurde Matthias offiziell vom Rinderzuchtverband Sachsen-Anhalt verabschiedet. Die Ehrungen und Dankesworte sind ein deutliches Zeichen der Wertschätzung für sein langjähriges Engagement und seine erfolgreiche berufliche Laufbahn. Wir wünschen Matthias für die Zukunft alles erdenklich Gute, vor allem Gesundheit. Wir werden die Zusammenarbeit mit ihm in bester Erinnerung behalten. Sabine Krüger Danke! Ihr verlässlicher Partner. Vereinbaren Sie jetzt einen Beratungstermin. Tel.: 040 76692 221 www.hl-futter.de

18 RIND&WIR April 2026 ManagementSeminar April 2026 Industrie hautnah erleben – Start im Volkswagen Werk Zum Einstieg erhielten die Teilnehmer bei einer Führung durch das Volkswagen Werk spannende Informationen zu industriellen Abläufen auf höchstem Niveau. Die ausgeklügelte Logistik und die konsequente Organisation der Prozesse sorgten für großes Interesse. Wirtschaftliche Einordnung und globale Perspektiven Den Auftakt der Vortragsreihe machte Folker Hellmeyer, Chefvolkswirt der Netfonds AG. In seinem Vortrag „Status 2026 – Chancen und Risiken“ ordnete er die aktuelle wirtschaftliche Gesamtsituation ein, beleuchtete internationale Entwicklungen und zeigte auf, welche Auswirkungen diese auf Märkte und auch landwirtschaftliche Betriebe haben können. Seiner Meinung nach muss Europa sich reformieren, um den internationalen Anschluss nicht zu verlieren. Länder wie China, USA, Indien und sogar Russland rangieren inzwischen vor Deutschland, z.B. im BIP (Kaufkraftparität). Seine Betrachtungen der Weltwirtschaft auf eine kritisch-analytische, zugleich aber sehr unterhaltsame Art und Weise schufen einen gelungenen Einstieg in den Nachmittag. Das prägende Zitat: „Den Mutigen gehört die Welt.“ bildete einen optimistischen Abschluss. Gesamtgesellschaftliche Verantwortung im Fokus Im Anschluss sprach Flottillenadmiral Ulrich Reineke, Kommandeur des Lan- Neue Impulse aus Pretzier Am 16. und 17. April 2026 lud die RinderAllianz zum traditionellen Managementseminar ein. Auch in diesem Jahr bot die Veranstaltung unseren Landwirten eine gelungene Kombination aus fachspezifischem Input und wertvollen Einblicken in Bereiche außerhalb der Milchviehbranche. Gerade dieser Perspektivwechsel lieferte den Gästen neue Denkanstöße und dem Seminar das gewisse Etwas. Veranstaltungsort des ersten Tages war Wolfsburg, wo das Programm mit einem besonderen Highlight begann. deskommandos Mecklenburg-Vorpommern über ein schwieriges Thema. Der „Operationsplan Deutschland“ (OPLAN DEU) wird im Krisenfall wirksam und ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die Bedeutung der zivil-militärischen Zusammenarbeit als Teil des Gesamtverteidigungsplans wurde von Herrn Reineke hervorgehoben. Besonders eindrücklich war die zentrale Botschaft, dass auch in Krisensituationen die alltägliche Versorgung sowie das öffentliche Leben aufrechterhalten werden müssen. Diese Erkenntnis lässt sich auch auf den eigenen Betrieb und den Arbeitsalltag übertragen: Krisen gehören dazu – entscheidend ist, Strukturen so zu gestalten, dass Stabilität und Handlungsfähigkeit gewährleistet bleiben. Tiergesundheit und moderne Betriebsführung Es folgte Dr. Lilli Bittner-Schwerda, Oberassistentin an der Klinik für Klauentiere der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig. In ihrem Beitrag „Tiergesundheitsmanagement im Fokus“ ging sie insbesondere auf die Eutergesundheit ein und zeigte Herausforderungen sowie Chancen auf. Ein zentraler Punkt ihres Vortrags war der ganzheitliche Ansatz bei der Prävention und Behandlung von kranken Kühen. Sportliche Prinzipien und persönliche Entwicklung Den Abschluss der Vortragsreihe bildete Frank Busemann, ehemaliger Zehnkämpfer und Olympiamedaillengewinner. Unter dem Titel „Mach’s doch einfach – die Erfolgsprinzipien des Sports für Beruf und Alltag“ vermittelte er eindrucksvoll seine Erfahrungen. Besonders prägnant war seine Aussage: „Wenn man für etwas Leidenschaft entwickelt, wird es gut.“ Er zog Parallelen zwischen Athleten im Sport und Kühen im Stall – beide stehen für Leistungsfähigkeit, Stärke und Gesundheit auf hohem Niveau. Anhand seiner Erfahrungen zeigte er eine klare Erfolgsreihenfolge auf: Talent erkennen, Plan entwickeln, Umsetzung gestalten, Rückschläge analysieren und Lösungen finden. Dabei wurde deutlich, dass es – wie im Sport – auch im Berufsalltag und in der Landwirtschaft Situationen gibt, die weniger erfreulich sind. Doch gerade diese gehören dazu, um langfristig erfolgreich zu sein. Ähnlich wie im Zehnkampf, bei dem nicht jede Disziplin gleichermaßen gelingt, zählt am Ende die Gesamtleistung. Zehnkämpfer Frank Busemann berichtet dem Publikum von seinen sportlichen Erfolgen.

19 Generalversammlung Milchkontroll- und Rinderzuchtverband eG Tag: Donnerstag, 28. Mai 2026 Ort: Viehhalle der MRV eG, Speicherstraße 11, 18273 Güstrow Zeit: 10.00 Uhr, ab 09.00 Uhr Branchentreff mit Frühstück Gemeinsames Mittagessen zum Abschluss Mehr als nur Berichte und Protokolle. Versprochen! Diskussion und Austausch – ein Abend in besonderer Atmosphäre Am Abend stand die traditionelle Podiumsdiskussion auf dem Programm, die, wie die Vortragsreihe, dankenswerterweise erneut von Dr. Peter Sanftleben moderiert wurde. Mit gezielten Fragen und viel Gespür für Dynamik entwickelte sich eine lebhafte, zugleich humorvolle Diskussion, die durch Charme und Witz geprägt war und immer wieder für Lacher im Publikum sorgte. Unterschiedliche Sichtweisen wurden zusammengebracht und regten zum Weiterdenken an. Einblicke in die Praxis – zu Gast bei der Agrarerzeugergemeinschaft eG Pretzier Der zweite Seminartag führte die Teilnehmer zur Agrarerzeugergemeinschaft eG Pretzier. Der Betrieb bewirtschaftet rund 3.500 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche und betreibt Tierproduktion an drei Standorten. Der Tierbestand umfasst ca. 1.500 Rinder, darunter rund 750 melkende Kühe. Mit einer Milchleistung von etwa 11.650 Mkg sowie 840 FEkg zählt der Betrieb zu den leistungsstarken Betrieben der Region. Vor Ort erhielten die Teilnehmer direkte Einblicke in die täglichen Abläufe sowie in das Management des Betriebes durch den Aufsichtsratsvorsitzenden Frank Pieper und dem Verantwortlichen der Milchproduktion Julius Kurzweg und dem Geschäftsführer Henry Rötz. Betriebsleitung und Herdenmanagement haben sich für die Zukunft viel vorgenommen, der Betrieb soll komplett automatisiert werden. Betriebsberater Jan-Hendrik Puckhaber gab spannende Einblicke in das neue Konzept. Zwei Tage mit nachhaltigem Mehrwert Das Managementseminar 2026 überzeugte erneut durch seine Vielseitigkeit. Die Kombination aus externen Impulsen, fachlicher Tiefe und praxisnahen Eindrücken machte die Veranstaltung zu einer wichtigen Plattform für Weiterbildung und Austausch. Die RinderAllianz bedankt sich bei allen Referenten sowie beim gastgebenden Betrieb AEG Pretzier eG für die Unterstützung und die offenen Einblicke! Hanna Pospíchal Zusammen Wissen und Ideen gesammelt – Abschluss auf dem Betrieb AEG Pretzier eG. Die Referenten der Veranstaltung – starke Impulse von starken Persönlichkeiten. (v. l. n. r. Henry Rötz, Julius Kurzweg, Maria Kaselautzki, Folker Hellmeyer, Dr. Sabine Krüger, Dr. Lilli Bittner-Schwerda, Frank Busemann, Ulrich Reineke, Dr. Peter Sanftleben)

20 RIND&WIR April 2026 Feiert mit uns diesen Meilenstein! Kabelitzer Str. 16d 39524 Wust-Fischbeck Anmeldung bis zum 08.05.2026 an: anmeldung@ag-fischbeck.de 30.05.2026 ab 12 Uhr Einlass und Möglichkeit zu einem kleinen Mittagsimbiss 12.00 – 13.00 Uhr Einstimmung mit den Stendaler Stadtmusikanten 13.00 Uhr Eröffnungsrede und Grußworte ab 14.00 Uhr Verkauf von • Kaffee und Kuchen durch die Landfrauen • Eis vom Eiscafé und Hofladen Köppes, Jerichow 14.00 – 16.00 Uhr Workshops • Angewandte moderne Tierzucht • KuhVision – zukunftsorientiertes Herdenmanagement • MethaBreed – auf dem Weg zur klimafreundlichen Kuh Informationsstände • Vom Melken bis zu Butter! Milchverarbeitung zum Mitmachen • Tieraugensimulator • Futtemittelkonservierung • Was frisst die Kuh/das Kalb? • Präsentation Automatisierung im Rinderstall • Erneuerbare Energien Technikpräsentation Für unsere kleinen Gäste: • Große Mähdrescher-Hüpfburg • Malstand und Glücksrad Kremserfahrten zum Museum in Fischbeck 16.00 – 16.30 Uhr Präsentation der Jungzüchter 16.30 – 18.00 Uhr Möglichkeit zur Besichtigung der Milchviehanlage in einer geführten Tour Programm Mehr Informationen

21 VERBANDSLEBEN Oben: 4. M: K&L RM Marica Red, Foto: A. Meekma Unten: 5. M: Willem’s Hoeve Marcia P RDC, Foto: A. Meekma Bueno Red, Foto: W. Schulze RZG 160 Bueno Red 823382 Borax Red x Best Benz Zukunft unter Kontrolle. RZG Pro und Bullenvater der Extraklasse Überragende Leistungspower mit idealer Strichlänge & -platzierung Färsenbulle mit hervorragender Gesundheit A2A2, Persistenz und Zellzahl in Kombination rinderallianz.de

22 RIND&WIR April 2026 Mit jedem Besucher an unserem Stand direkt am Tierschauring stieg unsere Freude an der diesjährigen agra. Gute Gespräche und fröhliche Momente prägten das Miteinander. Zahlreiche Landwirte nutzten gleich die Gelegenheit, um mit ihrem Außendienst über das Frühlingsangebot zu sprechen, das übrigens noch bis zum 30. April 2026 gilt. Jungzüchter überzeugen Der Messefreitag stand ganz im Zeichen der Jungzüchter, die einen Wettbewerb mit Milch- sowie Fleischrindern austrugen. Die Leistungen unserer jungen Mitstreiten können sich durch die Bank weg sehen lassen. Lena Schulze sicherte sich den Grand Champion-Titel im Bereich Milchrind und Jamie Thielecke im Bereich Fleischrind. Aber lesen Sie dazu mehr auf Seite 62 in diesem Magazin. Leipziger Allerlei – für jeden ist etwas dabei! Vier Messetage liegen hinter unserem Team. Die agra 2026 – der Treffpunkt der Landwirtschaft in Ost- und Mitteldeutschland – werden wir in sehr guter Erinnerung behalten. Einer der Hauptgründe sind natürlich Sie! Top-Platzierungen unserer Züchter Der Mitteldeutsche Fleischrindwettbewerb am Folgetag zog zahlreiche Messebesucher an den großen Tierschauring. Zahlreiche Top-Platzierungen gingen an Züchter aus unseren Reihen. Grand Champion darf sich Kati PP vom Uchtetal nennen und sorgte für reichliche Emotionen bei Züchter Dieter Feißel. Alle weiteren Ergebnisse finden Sie auf Seite 60 und über den QR-Code. Messezeit ist auch für uns immer eine besondere Zeit. Die langwierigen Vorbereitungen kommen zum Abschluss, die Fäden laufen zusammen und ergeben endlich ein ganzes Bild. Danke an alle, die ein Teil der diesjährigen agra waren! Wir sehen uns wieder – in Leipzig zur agra 2028! Berit Heymann Hier geht es zu den Ergebnissen! Unser Team freute sich über die zahlreichen bekannten und auch neuen Gesichter, die unseren Stand direkt am Tierschauring besuchten. Strahlende Gewinner: Unsere Züchter erreichten zahlreiche 1a-Platzierungen und zogen die Messebesucher an. Kati PP vom Uchtetal (ganz links) wurde Grand Champion.

Zu deinen Aufgaben gehört u.a.: • Mitwirkung und Organisation von Veranstaltungen, Messen und Öffentlichkeitsarbeit • Redaktionelle Verantwortung für unsere Fachzeitschrift „Rind und Wir“ (Planung, Koordination und Weiterentwicklung) Das bringst du mit: • Abgeschlossenes Studium im Bereich Agrarwissenschaft, Marketing oder eine vergleichbare Ausbildung • Interesse an Themen der Rinderzucht und idealerweise erste Erfahrungen im redaktionellen Arbeiten Wir suchen Dich! Mitarbeiter (m/w/d) im Marketing Bewirb dich jetzt! Mail: recruiting@rinderallianz.de mehr Informationen BIO-SIL® + Amasil® NA BIO-SIL® + Melasse BIO-SIL® Kombinationsprodukte: einzig geprüfte Sicherheit für extreme Silierbedingungen BIO-SIL® + Sila-fresh BIO-SIL® Hochaktive homofermentative Milchsäurebakterien für alle Silagen. (Gras, Mais, Leguminosen, GPS, CCM und Getreide) Vorteile von BIO-SIL® sehr schnelle pH-Wertabsenkung  hohe Reinproteingehalte in den Silagen (starke Hemmung der Proteolyse) hohe Wirksamkeit gegen Gärschädlinge  nutzt zur Säurebildung das gesamte Spektrum vergärbarer Kohlenhydrate  hohe Wirksamkeit sowohl bei niedrigen und hohen Trockenmassegehalten als auch bei niedrigen und hohen Temperaturen GRUNDPREIS FÜR BIO-SIL® 0,89 € /t Siliergut! RABATTE MÖGLICH! FÜR ALLE HÄCKSLER Durchsatzorientierter Dosierer für 4 verschiedene Siliermittel gleichzeitig 1c wie 1b, aber Futter im oberen TM-Bereich >35% bis 50% 4b Verbesserung der Verdaulichkeit 4c Erhöhung der Milchleistung 1b Verbesserung des Gärverlaufes, für leicht bis mittelschwer vergärbares Siliergut im unteren TM-Bereich < 35% 1a für schwer silierbares Futter (Basis: Kaliumsorbat) für schwer silierbares Futter Dorfstraße 34 • 16818 Neuruppin/OT Wuthenow Tel.: 03391 68480 • Fax: 03391 684810 • E-Mail: info@dr-pieper.com Technologie- und Produktentwicklung GmbH Dr. PIEPER 2 Verbesserung der aeroben Stabilität Bewährt in den besten deutschen Milchbetrieben! Geringste Silierverluste und für Silage die schmeckt. www.silage.de für mehr Milch und mehr Biogas!

24 RIND&WIR April 2026 Erfolgreicher Start mit Optimierungsmöglichkeiten Das erste Jahr der Phönix Group GmbH ist recht gut angelaufen. Dennoch zeigte sich im laufenden Aufbau der Organisation, dass zahlreiche Prozesse weiterentwickelt und noch enger aufeinander abgestimmt werden müssen. Gerade in der Anfangsphase unseres neuen Unternehmens ist der organisatorische Aufwand hoch, da Strukturen aufgebaut, Zuständigkeiten definiert und die Zusammenarbeit der Partner weiter gefestigt werden müssen. Schließlich sind in Phönix die wichtigsten Unternehmensbereiche der Gesellschafter gebündelt – keine leichte Aufgabe. Erweiterung der Geschäftsführung zur Stärkung der Entwicklung Vor diesem Hintergrund haben sich die Partner der Phönix Group GmbH dazu entschlossen, die Geschäftsführung zu erweitern, um die Weiterentwicklung des Unternehmens noch gezielter voranzubringen. Seit dem 1. Januar 2026 verstärkt daher Dr. Jan Körte, Geschäftsführer der RinderAllianz, die Geschäftsführung der Phönix Group GmbH. Er übernimmt die Verantwortung für den Zuchtbereich. Klare Aufgabenverteilung als Grundlage für weiteres Wachstum Die Aufgaben innerhalb der Geschäftsführung sind damit klar aufgeteilt: Alfred Weidele verantwortet künftig die Bereiche Vertrieb sowie die strategische Zusammenarbeit, während Michael Steinmann für die Ressorts Finanzen und Personal zuständig bleibt. Mit der Erweiterung der Geschäftsführung und der klaren Aufgabenzuordnung versprechen sich die Partner eine noch zielgerichtetere Steuerung der Gesellschaft. Gemeinsam soll diese neue Struktur dazu beitragen, die Phönix Group GmbH weiter zu stärken und die Zusammenarbeit der beteiligten Partner nachhaltig zu entwickeln. Ziel ist es, die vorhandenen Potenziale noch besser zu nutzen und die Grundlage für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Unternehmens in den kommenden Jahren zu legen. Wiebke Augustin Phönix Group GmbH erweitert Geschäftsführung Dr. Michael Steinmann, Dr. Alfred Weidele und Dr. Jan Körte (v.l.n.r.) Die Phönix Group GmbH blickt auf ihr erstes Geschäftsjahr zurück. Nachdem das Unternehmen am 1. April 2025 seine operative Tätigkeit aufgenommen hat, kann ein positives erstes Fazit gezogen werden. Seit der Gründung führen Dr. Michael Steinmann, der zugleich Geschäftsführer der Rinderunion West eG ist, sowie Dr. Alfred Weidele, der ebenfalls als Geschäftsführer bei Synetics eG tätig ist, die Geschicke der Gesellschaft. Nun kommt Dr. Jan Körte von der RinderAllianz dazu. Phönix Group GmbH 01.07.2020 Start Phönix Kooperation 01.01.2025 Gründung der Phönix GmbH Start Phönix Zuchtprogramm 01.01.2021 Start GmbH mit gemeinsamer Bullenhaltung, Produktion, Vertrieb, Zucht 01.04.2025

RkJQdWJsaXNoZXIy MTIxMjQ=