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Gemeinsam in Karow

Gespannt wurden die Ausführungen der Referenten von ca. 150 Teilnehmern verfolgt.

Dummerstorfer Fütterungsseminar lockt Landwirte nach Karow

GVO-freie Fütterung und Management der „BlockHouse-Färse“ im Fokus

 

Zahlreiche Besucher folgten der Einladung zum fast schon zur Tradition gewordenen Seminar in die weihnachtlich geschmückte Karower Vermarktungshalle.

Auf der Suche nach Proteinalternativen zu gentechnisch veränderten Soja stellte Futterberater Jan Hendrik Puckhaber die besondere Rolle von Rapsextraktionsschrot heraus. Dass bei dem Ersatz durch RES keine Einbußen bei der Milchmenge hingenommen werden müssen, bewies Dr. Thomas Engelhard anhand seiner im ZTT Iden vorgenommen Versuche. Beide Experten stellten als weiteren wichtigen Beitrag zur Sicherung des Proteinaufkommens das Grassilagemanagement in den Vordergrund. Die realistische Darstellung des Energie- und Eiweißstoffwechsels der Milchkuh mittels 6-Feldertafel kann helfen, Einsparpotentiale bei Eiweißfuttermitteln aufzudecken, so Dr. Anke Priepke. Dies ist insofern von Bedeutung, da die Bewegung auf den Rohstoffmärkten das Preisniveau der Rationen beeinflusst.

Dr. Thomas Schmidt zeigte auf, dass in den wichtigsten Exportländern auf mehr als 94 % der Sojaanbaufläche genverändertes Soja angebaut wird. Nachdem in den letzten Jahren der Anbau von Raps in Deutschland zugenommen hat, sind jetzt die Grenzen des regionalen Rapsaufkommens erreicht.

 

Hohe Standards – von der Weide bis auf dem Teller - so lässt sich nach Reinhard Schmitz das Erfolgskonzept von BlockHouse zusammenfassen. Mit den Uckermärkern steht eine Rinderrasse zur Verfügung, die den Ansprüchen an Fleischqualität von BlockHouse gerecht wird. Anforderungen an die Zucht sind ein leicht zu händelndes, fruchtbares Tier kleinerer Ausprägung mit ausreichend Schlachtkörper und hoher Fleischausbeute.

Um ein optimales Fleischwachstum und eine gute Marmorierung der Fleischstücke zu garantieren, ist es aus Sicht von Dr. Bernd Losand und Holger Aulrich wichtig, eine gute Übergangsphase nach dem Absetzen zu füttern. Zur Vermeidung unerwünschter Fettauflagen sollte die Mastentwicklung durch regelmäßiges Wiegen überprüft werden. Zur Ausbildung der gewünschten Marmorierung ist es notwendig, den Kraftfutter- oder Maisanteil in der Nachmast gerade bei Tieren aus der Weidehaltung zu erhöhen.