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Weißblaue Belgier

Weißblaue Belgier auf der Weide
Weißblaue Belgier

Rassebeschreibung

Farbe

Weiß und auf der Grundfarbe Weiß blauweiß bis schwarzweiß schimmelig gefleckt bzw. schwarzweiß gescheckt. Gelegentlich tritt ein Rotfaktor auf.

Haarkleid

kurz, bisweilen auch stichelhaarig

Körperbau

Mittel- bis großrahmiges Rind. Schwerer, breiter, mitteltiefer Gesamtkörperbau mit extremer Bemuskelung an allen Fleisch tragenden Körperpartien. Langer, tief angesetzter Kopf. Kurzes, stumpfes, leicht nach vorn gebogenes Horn. Sehr feiner Knochenbau mit trockenen Gelenken und gesunden, widerstandsfähigen Klauen.

Produktionseigenschaften

  • hohe Nettozunahmen, hohe Ausschlachtung, beste Schlachtkörperqualität, hoher Anteil wertvoller Teilstücke, sehr magerer Schlachtkörper
  • Durch die Selektion auf Hypertrophie (Doppellendigkeit) wurde das mh-Gen in der Population fixiert und damit die enorme Bemuskelung, aber auch ein erhöhter Anteil an Schwergeburten und Kaiserschnitten in der Reinzucht hervorgebracht.
  • normale Geburten in der Gebrauchskreuzung (da Kalb nicht überdurchschnittlich schwer, relativ feine Knochen, Ausbildung der starken Bemuskelung erst während der Entwicklung nach der Geburt)
  • frühreif, relativ kurze Tragezeit, sehr ruhiges Temperament

Eckdaten für ausgewachsene Bullen und Kühe

  Bullen Kühe
Kreuzbeinhöhe, cm um 148 um 138
Gewicht, kg um 1.200 um 750

Zuchtziel

In der Reinzucht:

Der erwünschte Körperbau ist bei Exterieurbewertungen entsprechend der Rassebeschreibung zu berücksichtigen. Zu tief hängende Euter und nicht saugfähige Zitzen werden max. mit Typnote 4 bewertet.

Hohe tägliche Zunahmen sowie Erhalt der stark betonten Muskelausbildung an Schulter, Rücken, Lende und Keule bei gleichzeitiger Verbesserung des Kalbeverlaufs, der Fruchtbarkeit, der Milchleistung und der Vitalität (= jährliche Geburt und Aufzucht eines gesunden, vitalen Kalbes), des Rahmens und der Skelettmerkmale, insbesondere der Gliedmaßen und Klauen.

In der Gebrauchskreuzung: normaler Kalbeverlauf.

Verabschiedet durch den Ausschuss Zucht Zuchtleiter, 27. November 2012