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Pinzgauer

Pinzgauer Mutterkuh mit Kälbern auf der Weide
Pinzgauer

Rassebeschreibung

Ursprungsland

Österreich, Region Pinzgau (im Landesteil Salzburg)

Farbe

kastanienbraune Färbung mit charakteristischer Rücken- und Bauchblesse sowie überwiegend durchgehend weißen Streifen am Unterschenkel und Unterarm. Die wachsgelben Hörner haben schwarze Spitzen. Das Flotzmaul ist unpigmentiert. Deutliche kastanienbraune Färbung der Beine bis mindestens zum Sprung- bzw. Fesselgelenk. Weißer Schwanz. Als Besonderheit gibt es auch eine schwarz-weiße Farbvariante.

Körperbau

Körper lang und tief bei voller Bemuskelung, auffallend langer Rumpf; Rahmen mittel bis groß innerhalb des Fleischrasse-Spektrums. Das Pinzgauer Rind steht auf einem mittelstarken, korrekten Fundament mit dunklen, harten Klauen. Der Gang der Tiere muss klar und korrekt sein.

Produktionseigenschaften

robust und anpassungsfähig, ausgezeichnete Fundamente, leichtkalbig, hohe Milchleistung aus dem Grundfutter, hohe Tageszunahmen, gute Futterverwertung, hervorragende Fleischqualität, langlebig und fruchtbar, ruhiges Temperament, gehörnt, enthornt oder genetisch hornlos, für männliche Absetzer werden tägliche Zunahmen von 1.300 g, für weibliche Absetzer 1.000 g angestrebt.

Eckdaten für ausgewachsene Bullen und Kühe

Die Rasse Pinzgauer ist mittel- bis großrahmig. Innerhalb der Rasse werden die Tiere in Groß, Mittel und in Klein eingestuft. Die Rahmenbeschreibung ist kein Qualitätskriterium.

  Bullen Kühe
Kreuzbeinhöhe, cm um 150 um 140
Gewicht, kg um 1100 um 700

Zuchtziel

Bei ausschließlicher Verwendung der Pinzgauer als Fleischrind wird ein leistungsbetontes, mittel- bis großrahmiges Rind angestrebt. Die in der Rassebeschreibung vorgegebene Farbe ist einzuhalten. Deutliche Farbabweichungen und Abweichungen von der Fellzeichnung sind bei der Exterieurbewertung max. mit der Typnote 4 zu bewerten.

Der rassetypische lange und tiefe Körper soll voll bemuskelt sein. Die Bemuskelung soll insgesamt lang gezogen und tief angesetzt sein. Eine lange und regelmäßige Fruchtbarkeit bei großer Leichtkalbigkeit und eine hohe Aufzuchtleistung der Kühe ist zu fordern.

Für männliche und weibliche Absetzer werden möglichst hohe Tageszunahmen angestrebt.

Die Euterform ist bei der Kuheinstufung in der Typnote zu berücksichtigen. Zu tief liegende Euter oder nicht saugfähige Zitzen werden mit max. Note 4 im Typ bewertet.

Verabschiedet durch den Ausschuss Zucht Zuchtleiter, 27. November 2012