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Galloway

Foto von zwei Galloway Rindern
Galloway

Rassebeschreibung

Ursprungsland

Schottland

Farbschläge

Einfarbig: schwarz, dun (blond) oder rot Am ganzen Körper pigmentiert. Weiße Flecken werden nur am Unterbauch hinter dem Nabel geduldet. Schwarze Kühe mit mahagonifarbenem Anflug am Körper.

White: Grundfarbe weiß, optimaler Weise sind Maul, Ohren, Augenumrandungen und Füße pigmentiert. Fellflecken bis Handtellergröße sind zulässig. Unterzeichnungen führen zu Punktabzug, werden aber nicht als Farbfehler angesehen.

Belted: Durchgehend weißer Bauchring ohne weitere weiße Flecken. Weiße Abzeichen an den Füßen sind nicht gestattet. Hautpigmentierungen im Belt sind erlaubt, Fellflecken nicht. Hautpigmentierungen am Penisschaft sind erlaubt.

Rigget: Die Tiere sollen am Körper überwiegend pigmentiert sein. Optimal gezeichnete Tiere haben weiße Augentropfen und eine weiße Halskrause.

Pigmentierung

schwarz, dun (blond), rot

Fell

  • dichtes, mittelfeines Unterhaar
  • längeres, gewelltes Oberhaar

Körperbau

  • Kopf

    • kurz und breit
    • unbedingt hornlos, auch keine Hornansätze
    • Ohren mittellang, breit, leicht nach vorn aufwärts stehend mit starkem Behang
    • Augen groß und ausdrucksstark - Maul breit Hals und Brust: - voll, breit und tief; Länge passend zur Gesamterscheinung

  • Rumpf

    • harmonisch proportioniert, fließende Übergänge, kompakt und symmetrisch

  • Schulter

    • geschlossen (ohne Einschnürung) und vollfleischig

  • Rippen

    • lang, mit gutem Körperansatz

  • Rücken

    • lang und breit, gerade und fest, gut proportionierter Übergang in die Schwanzpartie
    • weibliche Tiere dürfen einen leicht erhöhten Schwanzansatz haben

  • Becken

    • gut entwickelt, korrekte Lage und Breite

  • Keule

    • vollfleischig, nicht zu rund mit tiefreichendem Muskelansatz

  • Beine

    • feinknochig, korrekt gewinkelt und gestellt, straffe Fesseln

  • Gelenke

    • fest und trocken

  • Klauen

    • breit und fest

  • Euter

    • fest ansitzend und behaart, vier gleichmäßig entwickelte Euterviertel, Zitzen nicht zu lang und fein

  • Hoden

    • dem Alter entsprechend entwickelt

  • Penisschaft

    • gerade und fest ansitzend

Produktionseigenschaften

  • genügsam
  • robust
  • langlebig
  • fruchtbar
  • leichtkalbig
  • jährliche Kalbungen
  • ruhiges Temperament (friedfertig)
  • starke Herdenbindung
  • gute Muttereigenschaften
  • vitale Kälber
  • Geschlechtsreife ab 5 Monaten
  • spätreif in der Körperentwicklung
  • Erstbelegung i.d.R. ab 24. Lebensmonat oder Mindestgewicht 350kg
  • gute Fleischleistung mit sehr gut marmorierter, feinfaseriger Fleischqualität
  • sehr gute Grundfutterverwertung (relativ niedriger Erhaltungsbedarf)

Eckdaten für ausgewachsene Bullen und Kühe

Galloways sind klein- bis mittelrahmig innerhalb der Rinderpopulation. Es gibt sie klein-, mittel- und großrahmig. Die Rahmengröße ist kein Kriterium für den Wert eines Tieres.

  Bullen Kühe
Kreuzbeinhöhe, cm um 135 um 125
Gewicht, kg um 850 um 580

Zuchtziel

Sowohl Bullen, als auch weibliche Tiere werden nicht auf maximale Zunahmen und Gewichte selektiert. Ein Monitoring für das Merkmal "tägliche Zunahmen" wird für Bullen anlässlich der Körung bis zu einem Alter von 18 Monaten vorgenommen. Im Vordergrund der Selektion stehen das Exterieur und die fruchtbare Kuh mit jährlicher Kalbung und lebend geborenen Kälbern. Eine lange Nutzungsdauer wird angestrebt.

Die in der Rassebeschreibung bezüglich Farbschläge, Pigmentierung, Fell und Körperbau genannten Eigenschaften sind bei der Exterieurbeurteilung zu berücksichtigen.

Beim Farbschlag "einfarbig" werden weiße Flecken außerhalb des Unterbauches und am/vorm Nabel mit der Typnote 4 bewertet. Beim Farbschlag "white" werden mehr als handtellergroße Fleckungen mit der Typnote 4 bewertet. Beim Farbschlag "belted" werden ein nicht durchgängiger Belt und Flecken im Belt mit der Typnote 4 bewertet.

Hornansätze oder geringste Hornplatten sowie zu tief liegende Euter oder nicht saugfähige Zitzen werden mit max. Note 4 im Typ bewertet.

Anpaarungen zwischen den unterschiedlichen Farbschlägen sind erlaubt; es wird aber, im Interesse der Reinhaltung der Genetik der einzelnen Farbschläge, ausdrücklich davon abgeraten.

Verabschiedet durch den Ausschuss Zucht Zuchtleiter, 27. November 2012